Österreichische Kleinboot-Staatsmeisterschaften 2008
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  18.04. bis 20.04.2008

Athleten des RV Nautilus überragend

Von Freitag, den 18.04. bis Sonntag, den 20.04.2008 fanden im windigen Wien die österreichischen Meisterschaften im Einer und Zweier ohne statt. Drei Athleten des RV Nautilus nahmen daran teil.

Michaela Taupe-Traer, Österreichs Parade- Leichtgewichtsdame die den Meistertitel bereits 12 Mal gewinnen konnte, ging als Topfavoritin in den schweren Einer Bewerb. Entsprechend souverän bestritt sie ihre Rennen und deckte ihre Karten im Einzelzeitfahren (4.), bzw. im Halbfinale (1.) noch nicht auf.
Im großen Finale reichte ihr ein solides, druckvolles Rennen zum ungefährdeten Sieg über die junge anstürmende Konkurrenz.
Trotz eines frühen Angriffs ihrer zukünftigen Zweier Partnerin Agnes Sperrer (SEW) ruderte sie mit ruhigen, kraftvollen Schlägen dem Feld davon.
Sechs Sekunden waren es schließlich, die sie von Simone Steinecker (IST) 2., und Christine Schönthaler (ALB) 3. trennte. In dieser Form dürfen wir wohl noch einiges von Michi erwarten, die sich jetzt konzentriert auf die anstehenden Weltcuprennen in München, Luzern und Poznan vorbereitet.

Die eigentliche Sensation lieferte Florian Berg.
Während die männlichen Nautilianer sich in der Vergangenheit immer wieder hinter den Erfolgen unserer starken Mädels verstecken mussten, schlug die maskuline NAUTIPOWER in Form des jungen HSZ Soldaten eindrucksvoll zurück.
Der erst Neunzehnjährige gewann das Einzelzeitfahren am Freitag und stieg nach taktisch – klugem Semifinale (3.) als Underdog ins Finale auf. Dort hatte man zwar auf eine Medaille gehofft, mit dem Titelgewinn im Männer- Leichtgewichts Einer hatte aber niemand gerechnet.
Zumal mit Julius Madecki (DLI), dem mehrfachen internationalen Medaillengewinner ein schier übermächtiger Gegner am Start war. Doch Flo fuhr ein tolles Rennen, hielt sich auf der ersten Streckenhälfte noch auf Position Zwei um dann am zweiten Tausender zu attackieren und das Feld förmlich zu sprengen. Drei Sekunden Vorsprung im Ziel vor Madecki und Rabel (NOR), Titelgewinn und unbändige Freude werden dem jungen Spring- ins- Feld wohl noch lange im Gedächtnis bleiben.

Auch unser Kücken Simone Berg zeigte sich in bester Ruderlaune. Nach eher verhaltenem Einzelzeitfahren drehte sie im Halbfinale richtig auf und stieg klar ins Finale auf. Dort ruderte sie ein beherztes Rennen, das ihr schlussendlich Rang Fünf einbrachte. Tadellose Leistung, da Simones Stärken in physischer und psychischer Hinsicht eher dem Mannschaftsboot dienlich sind.

Nach diesen tollen Erfolgen geht es für die drei nun in ihre Zielbootsklassen und damit auf internationale Parkett.
Auf das starke abschneiden der Nautilianer angesprochen meinte der überbezahlte Landestrainer lapidar: Nicht übel für das junge Gemüse.“

Nochmals herzliche Gratulation an unsere frischgebackenen Staatsmeister und weiterhin Riemen und Dollenbruch.
Steh auf, wenn du ein Nautilus bist – steh auf,……
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